VBZV-Newsletter 06/2018

 

I. Vermarktung

 

Bundeskartellamt prüft Marktverhältnisse bei Online-Werbung
 

Das Bundeskartellamt hat eine Sektoruntersuchung im Bereich Online-Werbung eingeleitet. Am 1. Februar 2018 gab der Präsident der obersten Kartellbehörde Andreas Mundt bekannt, dass sich seine Behörde mit den Auswirkungen der gegenwärtigen und absehbaren technischen Entwicklungen auf die Markstruktur und die Marktchancen der verschiedenen Akteure im Rahmen einer Sektoruntersuchung befassen wird.

Das Amt will sich mit der Funktionsweise und der Bedeutung verschiedener technischer Dienste auseinandersetzen, wie zum Beispiel Angeboten zur Sichtbarkeitsmessung, zur Datenerhebung und zur Betrugsprävention sowie von Diensten, die stärker auf der Ebene der eigentlichen Vermarktung bzw. der Beschaffung von Werbeflächen verortet sind.  Unter anderem soll untersucht werden, ob tatsächlich geschlossene Systeme einiger weniger großer Anbieter existieren und welche Bedeutung diesen Systemen gegebenenfalls zukommt. 

Zunächst wird das Bundeskartellamt Gespräche mit verschiedenen Unternehmen aus den betroffenen Wirtschaftskreisen führen, um die einzelnen Sichtweisen auf die genannten Aspekte vertieft zu erfassen und die Untersuchungsgegenstände weiter einzugrenzen. Darauf aufbauend werden im Frühjahr 2018 erste Fragebögen an Marktteilnehmer versandt werden. Die Ergebnisse der Sektoruntersuchung werden in einem Abschlussbericht veröffentlicht.

Online-Werbung ist heute ein komplexes System von sehr unterschiedlichen Werbeformen, das hochgradig technisiert ist. Ein Beispiel ist der vollautomatisierte Handel mit Werbeflächen in Echtzeit. Gleichzeitig sind einzelne große Unternehmen wie Google oder Facebook mit erheblicher Marktbedeutung entstanden, die nach Auffassung einiger Marktteilnehmer geschlossene Systeme, sogenannte „walled gardens“ etablieren konnten. Wettbewerblich bedeutsam ist dabei auch die Frage des Zugangs zu Daten und deren Verarbeitung.

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Verlage planen strukturelle Veränderungen in ihrer Organisation
Positive Effekte für das Werbegeschäft 2018 durch B2B

Die deutschen Zeitungsverlage wollen ihre Organisationsstrukturen neu ausrichten. Für fast drei Viertel der Unternehmen (69 Prozent) wird dies ein bestimmendes Thema im laufenden Jahr. Dies ist eines der wesentlichen Ergebnisse der repräsentativen Studie „Trends der Zeitungsbranche 2018“, die der BDZV am 1. Februar 2018 in Berlin gemeinsam mit der Unternehmensberatung Schickler vorgestellt hat. Die Studie identifizierte drei TOP-Trends:

  • Organisation der Zukunft: Verlage verändern ihre Strukturen anhand klar ausgerichteter Organisationsparadigmen.
  • Paid Content 2.0: Die Bezahlangebote werden weiter optimiert.
  • 360°-Vermarktung: Die Verlage werden zum Komplett-Dienstleister für die B2B-Zielgruppe.

„Nach Jahren der Diversifikation in neue Geschäftsfelder widmen die Zeitungshäuser sich nun den eigenen Strukturen und hier insbesondere der Integration von Print und Digital. Das gilt für Redaktion, Lesermarkt und Werbemarkt gleichermaßen“, sagte BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff.

Der Untersuchung zu folge schätzen die Verlage die Entwicklung des Werbemarkts 2018 positiver als im zurückliegenden Jahr ein. Unter anderem gewinnt das B2B-Marketing an Bedeutung. Die Verlage entwickeln sich zum 360-Grad-Vermarkter  und Komplett-Dienstleister für Kommunikations- und Marketingleistungen. Durch die höhere Vielfalt an Angeboten wird eine höhere Komplexität in der Organisation, den Prozessen und der Analyse des Marktes prognostiziert.

An der Studie „Trends der Zeitungsbranche 2018“ haben 94 Verleger und Geschäftsführer teilgenommen. Sie repräsentieren nach Verlagen mehr als ein Drittel der Branche (38 Prozent), nach Auflage über die Hälfte (54 Prozent). Download der Studienergebnisse unter http://www.bdzv.de/fileadmin/bdzv_hauptseite/aktuell/pressemitteilungen/2018/assets/BDZV_Schickler_Trendumfrage_2018_Präsentation_2018-02-01.pdf

Quelle: BDZV, PM 01.02.2018

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II. Mitarbeiter

Tarifverhandlungen werden am 20.02.2018 in Düsseldorf fortgeführt

Die Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen werden am 20. Februar 2018 in Düsseldorf fortgeführt. Die erste Verhandlungsrunde mit dem Deutschen Journalisten-Verband und dju in Verdi  blieb am 30. Januar 2018 in Berlin ergebnislos.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Georg Wallraff hatte im Vorfeld dafür plädiert, gemeinsam mit den Gewerkschaften das Tarifwerk Zukunft so zu ordnen, dass sich darin die veränderten Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Redaktionen besser als bisher widerspiegelten. Wallraf machte darauf aufmerksam, dass beispielsweise mit den gewachsenen technischen Ansprüchen an die Redakteure auch neue Berufsbilder entstünden, die einen angemessenen Platz im Tarifgefüge finden müssten. Auch müsse diskutiert werden, ob die derzeitige Berufsjahresstaffel, die unabhängig von der Leistung mehrere Gehaltssprünge nach der Zahl der im Beruf verbrachten Jahre vorsieht, noch zeitgemäß ist. Die Antwort auf die künftigen Herausforderungen könne nicht einfach nur ‚mehr Geld für alle‘ sein.

Im Resume des ersten, ergebnislosen Verhandlungstags machte Wallraf deutlich, dass die Gewerkschaften die wirtschaftliche Situation der Verlage verkennen würden: Forderungen über 4,5 Prozent Gehaltszuwachs und eine überproportionale Anhebung der Einstiegsvergütungen lägen weit über den Möglichkeiten der Unternehmen. Die Tageszeitungen in Deutschland befänden sich seit Jahren im digitalen Transformationsprozess. Sie tätigten zu seiner Bewältigung hohe Investitionen, um die Zukunft guter journalistischer Leistung zu sichern

Die Tarifverhandlungen werden am 20. Februar 2018 in Düsseldorf fortgeführt.

Quelle: BDZV, PM 29.01.2018 und 30.01.2018

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VBZV/VSZV-Seminar: Texten im Verkauf: Newsletter und E-Mailings

Newsletter, Verkaufsmails, Veranstaltungsankündigungen, Servicetexte – eine Vielzahl von digitalen Sendungen aus Medienhäusern erreicht die Nutzer täglich. Um erfolgreich zu sein, müssen diese Texte nicht nur die Kernbotschaft und den Kundennutzen vermitteln, sondern auch die digitalen Lesegewohnheiten berücksichtigen. Im Mittelpunkt dieses Seminars: Ihre digitalen Dialog-Texte. Wo lassen sie sich straffen, wo die Text-Bild-Wirkung verbessern, wo braucht es mehr Empfänger- oder Zielorientierung?  Sie erfahren, was beim Texten online anders ist und wie Sie Kopfkino und Storytelling einsetzen, um den Kunden in seiner Erlebniswelt abzuholen und zum Handeln zu aktivieren. Durch Feedback zu Ihren Newsletter und E-Mailings sowie Übungen zum zielorientierten Formulieren nehmen Sie aus dem Seminar sowohl Tipps als auch Textideen mit, die sich sofort im digitalen Verkauf einsetzen lassen.


Der Workshop mit Sigrid Varduhn findet statt am

Dienstag, 17. April 2018 - 10.00 bis ca. 17.00 Uhr
VBZV-Geschäftsstelle - Friedrichstr. 22, 80801 München

Weitere Einzelheiten zu der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm. Anmeldungen sind unter www.vbzv.de/seminare/ oder mittels des ebenfalls beigefügten Bogens möglich.

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III. Aus den Verlagen

Torsten Geiling wird neuer Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers

Torsten Geiling wird am 01. März 2018 neuer Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers. Der 42-jährige zweifache Vater ist derzeitig als stv. Chefredakteur und Heimatchef für alle Lokalredaktionen des Südkuriers in Konstanz tätig. Die Region kennt Herr Geiling nicht nur, weil er gebürtiger Bamberger ist, sondern auch, weil er von 2007 bis 2012 für die Mediengruppe Oberfranken tätig war.

Sowohl der Verleger Dr. Laurent Fischer als auch der Geschäftsführer Dr. Schäfers blicken dem Wechsel voller Zuversicht entgegen: „Wir freuen uns, Torsten Geiling als Chefredakteur für den Kurier gewonnen zu haben und verstärken das Team damit nicht nur mit einem ausgewiesenen Fachmann, sondern auch mit jemandem, der die Belange und Bedürfnisse der Region in besonderem Maße einordnen kann“, äußert sich Dr. Fischer dazu.

Quelle: SWMH, PM 05.02.2018

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IV. Aus den Verbänden

Alexander von Schmettow wird neuer Kommunikationschef beim BDZV

Der BDZV hat Alexander von Schmettow (42) zum neuen Leiter Kommunikation benannt. Der PR-Fachwirt und ausgebildete Redakteur wird ab April 2018 sowohl die verbandsinterne als auch die externe Kommunikation des Spitzenverbands in Berlin verantworten und direkt an Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff berichten.

Der neue Leiter kommt vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) in Berlin, wo er als Pressesprecher tätig war. Zuvor arbeitete er im Vorstandsstab und als Konzern-Pressesprecher der Deutschen Telekom in Bonn. Vor seinem Wechsel zur Telekom verantwortete er die Pressearbeit des Bayerischen Journalisten-Verbands in München. Politisches Know-how hat Alexander von Schmettow als persönlicher Referent eines Mitglieds des Europäischen Parlaments (Brüssel/Straßburg) gesammelt.

Quelle: BDZV, PM 07.02.2018

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V. Auszeichnungen

Die Zeitungen. Awards – Gesucht: Die beste Anzeige des Jahres 2017

Welche Anzeigen haben im zurückliegenden Jahr 2017 am besten funktioniert – weil sie zum Beispiel ein Produkt besonders attraktiv dargestellt, eine Dienstleistung clever in Szene gesetzt oder ein wichtiges gesellschaftliches Thema intelligent visualisiert haben? Der BDZV lädt ein, sich mit den Besten der Besten für die Auszeichnung „Anzeige des Jahres 2017“ zu messen. Werbeagenturen und Werbekunden sind aufgerufen, ihre gelungenste Zeitungsanzeige ins Rennen zu schicken. Der Wettbewerb der deutschen Zeitungen wird zum 33. Mal ausgeschrieben.

Die Anzeigen müssen im Jahr 2017 in Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitungen und in einem Zeitungsformat von mindestens einer Viertel-Seite erschienen sein. Die Kriterien, nach denen die Bewertung erfolgt, lauten: klare Botschaft, überzeugende Idee, gelungene gestalterische Umsetzung und in der Breite der Zeitungstitel realisierbar. Eine renommierte Fachjury aus Mitgliedern des Art Directors Club für Deutschland (ADC) und Marketing- und Verlagsexperten wird die besten Anzeigen mit Gold, Silber und Bronze küren.

Infos und Teilnahmeunterlagen stehen zum Download hier awards.die-zeitungen.de bereit.

Im Lauf eines jeden Jahres nominieren die Fachjuroren bereits aktuelle Zeitungsanzeigen für den Wettbewerb. Ausgewählte Anzeigen aus der kontinuierlichen ZMG-Anzeigenbeobachtung sind ebenfalls im Rennen um die Edelmetallplätze. Einsendeschluss ist 28. Februar 2018. Die Preisverleihung findet am 26. April 2018 in Berlin statt.

Quelle: diezeitungen.de, 07.02.2018

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