VBZV-Newsletter 20/2022

 

 

I. Tarifpolitik

vbw: Mindestlohn von 12 Euro kommt zur Unzeit

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat die Bundestagsentscheidung, zum 01. Oktober 2022 einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro einzuführen, als Maßnahme zur Unzeit bezeichnet. „Viele deutsche Unternehmen und ihre Belegschaften stehen durch die Spätfolgen der Corona-Krise und nun durch die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor existenziellen Herausforderungen. Sie sehen sich mit Energieengpässen, steigendenEnergiepreisen sowie gerissenen Lieferketten konfrontiert. Das letzte, was sie brauchen, sind neue Belastungen“, sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die vbw, der auch der VBZV angehört, sieht in der neuen Lohnuntergrenze einen „politischen Mindestlohn“. „Aus einer gesetzlichen Lohnuntergrenze wird eine staatlich verordnete Garantie für gesellschaftliche Teilhabe, die von der Politik immer wieder neu definiert werden kann und von den Betrieben erbracht werden muss. Das ist nicht der richtige Weg. Wir erinnern daran, dass in Deutschland Löhne durch die Sozialpartner festgelegt werden, für den Mindestlohn ist die Mindestlohnkommission etabliert. Die politische Einmischung in deren Entscheidungskompetenzen ist ein Verstoß gegen die Tarifautonomie und muss ein einmaliger Einzelfall bleiben“, so Brossardt.

(Quelle: vbw, PM 03.06.2022)

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II. Aus den Verbänden

 

Verband Deutscher Lokalzeitungen: Vorsitzende bestätigt, Name geändert

 

Bei der Mitgliederversammlung des Verbands Deutscher Lokalzeitungen (VDL) am 1. Juni 2022 in Berlin ist Kai Röhrbein, Geschäftsführer der „Walsroder Zeitung“ und Vorsitzender des VDL, in seinem Amt bestätigt worden. Inken Boyens, Verlegerin der „Dithmarscher Landeszeitung“, wurde als Zweite Vorsitzende ebenfalls wiedergewählt.

Röhrbein betonte in seiner Rede, dass es nicht zu „Nachrichtenwüsten“ wie in den USA kommen dürfe, weil dort in der Vergangenheit viele Titel eingestellt worden seien. Er betonte, dass eine „lokal wirksame Zustellförderung das richtige Instrument sei, um Verlage auf dem Weg der digitalen Transformation“ schnell und unkompliziert zu helfen.

Zudem beschlossen die Mitglieder, sich in „Verband Deutscher Lokalmedien“ umzubenennen. Damit biete der Verband künftig „weiteren lokalen Medien die Mitgliedschaft an“.

Der Verband Deutscher Lokalzeitungen e. V. (VDL) begeht in diesem Jahr sein 55jähriges Jubiläum. Er ist die Interessenvertretung der lokalen Zeitungs- und Medienhäuser. In ihm sind rund 80 kleinere und mittlere Tageszeitungen zusammengeschlossen, die etwa fünf Millionen Leser haben. Der VDL repräsentiert die Belange lokaler und regional ausgerichteter Tageszeitungen - print und digital. 

(Quelle: VDL, 01.06.2022; bdzv.de, 02.06.2022)

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III. Aus den Verlagen 

 

mgo360 setzt Employer-Branding-Kampagne für die mgo Fachverlage um

Die mgo Fachverlage, ein Unternehmen der Mediengruppe Oberfranken und einer der größten Fachverlage in Deutschland, startet eine groß angelegte Employer-Branding-Kampagne. Unter dem Motto „Wir sind vom Fach“ stellen die Mitarbeitenden des Unternehmens in einem Imagefilm, kurzen Videoclips und auf einer eigenen Karriere-Seite die Job-Vielfalt dar und machen mit pointierten Slogans und authentischen Bildern auf die Karriere-Möglichkeiten aufmerksam. Die Full-Service-Agentur mgo360 zeichnet für die Konzeption, inhaltliche Ausgestaltung und Umsetzung verantwortlich.

Auf verschiedenen Kampagnenmotiven, im Imagefilm und in weiteren kurzen Videoclips zeigen die Mitarbeitenden der mgo Fachverlage Einblicke in ihren Arbeitsalltag und verraten, was sie an ihrem Arbeitgeber schätzen. Die Texte machen mit Wortspielen wie „Wir entfachen Wissen und Begeisterung “ und „Wir vernetzen Vielfach“ auf die Fachverlage aufmerksam. Zielgruppe der Kampagne sind Menschen aus der Region und mit der Heimat Verbundene sowie Berufs- und Quereinsteiger.

„Rund 90 Kolleg*innen kümmern sich bei den Fachverlagen um die Erstellung und Vermarktung von 350 Fachbüchern und 33 Fachzeitschriften – da ist nicht nur die Themen-, sondern auch die Job- und Aufgabenvielfalt hoch. Das Ziel der Kampagne ist, diese sichtbar zu machen und die hohe Identifikation zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen aufzuzeigen. Denn sie sind die Botschafter*innen, die unsere Werte und Haltung nach innen und außen tragen“, sagt Bernd Müller, Geschäftsführer der mgo Fachverlage.

Flankierende Maßnahmen der Kampagne sind Unternehmensbroschüren, Flyer und Postkarten sowie eine optimierte Startseiten-Struktur der Homepage für bessere Auffindbarkeit. „Neue Mitarbeitende zu finden und zu halten ist zur großen Aufgabe geworden. Gleichzeitig haftet Verlagen noch oft ein verstaubtes Image an. 

Mit der Kampagne zeigen wir, dass ein modernes Arbeitsumfeld und eine traditionelle Unternehmensgeschichte sich nicht ausschließen, sondern ideal ergänzen“, sagt Simon Stark, Leiter Agenturen bei mgo360.

Die Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage GmbH & Co. KG ist eine Tochtergesellschaft der Mediengruppe Oberfranken GmbH & Co. KG mit Sitz in Kulmbach. Als Fachverlag veröffentlicht das Unternehmen Fachbücher, Fachzeitschriften, Arbeitsmaterialien und digitale Formate. Ergänzend dazu werden Fachveranstaltungen organisiert. 

mgo360 ist ein Marketing-Komplettdienstleister für große und mittlere Unternehmen aller Branchen. Der Schwerpunkt liegt auf ganzheitlichen Konzepten aus den Bereichen Kommunikation & Kampagnen, Digitale Plattformen, Medien- und Contentproduktion sowie Druck. mgo360 beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeitende an vier Standorten.

(Quelle: MGO, PM 02.06.2022)

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Lisa Nienhaus wird Ressortleiterin Wirtschaft bei der Süddeutschen Zeitung

Lisa Nienhaus, 42, wird am 1. Oktober 2022 die Leitung des Wirtschaftsressorts der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) übernehmen. Sie folgt auf Marc Beise, 63, der Anfang 2023 Italien-Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ wird.

Lisa Nienhaus kommt von der „ZEIT“, wo sie seit 2018 das Frankfurter Büro leitet. Zuvor verantwortete sie bei der Wochenzeitung ab 2016 stellvertretend das Wirtschaftsressort. Bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ war Lisa Nienhaus 2008 bis 2016 Wirtschaftsredakteurin. Sie absolvierte ein Studium der Volkswirtschaftslehre und Politik in Köln und Stockholm und besuchte parallel die „Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft“.

Die designierte SZ-Ressortleiterin hat diverse Journalistenpreise gewonnen, darunter den Herbert Quandt Medien-Preis, den Ludwig-Erhard-Förderpreis und zweimal den Deutschen Journalistenpreis. Sie ist Autorin zweier Bücher über Ökonomie in der Finanzkrise („Die Blindgänger“) und große Wirtschaftsdenker („Die Weltverbesserer“). Die Fachzeitschriften „medium Magazin“ und „Wirtschaftsjournalist“ zählten sie mehrfach zu den Wirtschaftsjournalisten des Jahres.

(Quelle: SWMH, PM 07.06.2022)

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IV. Sonstiges

 

Veranstaltung “Connect & Act: Barrierefreiheit”

Das MedienNetzwerk Bayern bietet am Samstag, den 16. Juli 2022 ein Forum unter dem Titel „Connect & Act: Barrierefreiheit“. Der VBZV unterstützt diese Veranstaltung als Partner.

Ziel der Veranstaltung ist es, Medienschaffende aus unterschiedlichen Branchen zusammenzubringen, um Expert:innen im Bereich Barrierefreiheit kennenzulernen und in Workshops konkrete Lösungsansätze für das eigene Medienhaus zu entwickeln. Neben der inhaltlichen Arbeit stehen der Austausch und die Vernetzung unterschiedlicher Teilbranchen im Vordergrund.

Der Tag teilt sich in drei Themenworkshops am Vormittag. Die Themenblöcke sind: Arbeitsplatz / Berichterstattung mit und über Menschen mit Behinderung / Neue Technologien für barrierefreie Inhalte. Am Nachmittag werden sich die Teilnehmer:innen dann frei zu kleinen Arbeitsgruppen zusammenschließen, um konkrete Lösungsansätze für die vormittags besprochenen Herausforderungen und Chancen zu erarbeiten. 

Am Vorabend lädt das MedienNetzwerk Bayern zu einem lockeren Get-together mit passendem Impulsvortrag ein, die Details dazu sind noch in Klärung.

Wer an einer Teilnahme interessiert ist, kann sich in der VBZV-Geschäftsstelle unter 089/ 45 55 58-0) zu der Tagung anmelden bzw. erhält dort auch weitere Informationen.

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“More relevant than ever”: Medientage München 2022 vom 18.-20.10.2022

In diesem Jahr finden die Medientage München vom 18. bis 20. Oktober 2022 unter dem Motto “More relevant than ever” statt, nach zwei Jahren digitaler und hybrider Umsetzung wieder als Präsenzveranstaltung mit Speakern und Publikum vor Ort. An den drei Tagen wird ein Konferenzprogramm auf mindestens vier parallelen Bühnen mit etwa 400 Speakern geboten. Zudem wird es 2022 Specials zu Web3, the Metaverse und Medien in der NFT-Economy geben. Auf der Expo präsentieren sich TV-Sender, Audio-Experten sowie Technologie-Anbieter. 

(Quelle: MTM, 02.06.2022)

 

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