VBZV-Newsletter 29/2017

 

I. Vermarktung

„Zeitungsfacetten 2017. Regionale Tageszeitungen im Leser-Check“: Score Media veröffentlicht weitere Studienergebnisse

Einmal mehr belegen die Ergebnisse des zweiten Teils der Gattungsstudie Zeitungsfacetten 2017 die signifikante Rolle der regionalen Tageszeitungen für ihre Leser.  Der erste, im Juli diesen Jahres veröffentlichte Teil der Studie belegte bereits, dass Tageszeitungen nach wie vor von allen Medien die höchste Glaubwürdigkeit haben.  Teil 2 der Untersuchung unterstreicht nun die anhaltend starke inhaltliche Relevanz sowie die intensive, bewusste Nutzung der Zeitung. „Fakt ist: Die Gattung regionale Tageszeitung braucht den intermedialen Vergleich nicht zu scheuen – Reichweite trifft hier auf Nutzungsintensität und Qualitätsumfeld. Gerade die Lean Forward-Nutzung bei der Zeitungslektüre schafft optimale Voraussetzungen für die Wirkung von Werbung. Die regionale Tageszeitung punktet hier mit hoher Aufmerksamkeit und einem effektiven Werbekontakt“, so Heiko Genzlinger, CEO Score Media Group.

51 Prozent der Leser regionaler Tageszeitungen befassen sich in der Regel mit fast allen Seiten ihrer Zeitung, 82 Prozent widmen sich mindestens der Hälfte aller Seiten. In Bezug auf Zeitungen haben Leser eine ganz klare Erwartungshaltung: 85 Prozent wollen informiert werden, Neues erfahren und wichtige Hinweise erhalten. Damit ist die Tageszeitung im Gattungsvergleich nach wie vor das Informationsmedium Nummer 1. Auf dem zweiten Rang liegt das Internet (82 Prozent) – darunter natürlich auch die Online-Angebote der Zeitungen –, gefolgt von Zeitschriften (68 Prozent), TV (47 Prozent) und Radio (40 Prozent). Schlusslicht in puncto „Informationslieferant“ sind die sozialen Medien (37 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt der zweite Part der dreiteiligen Studie „Zeitungsfacetten 2017. Regionale Tageszeitungen im Leser-Check“, die das Dentsu Aegis Network im Auftrag des Crossmedia-Vermarkters Score Media Group durchgeführt hat. Im Fokus stehen die Nutzung, die Nutzungsmotive sowie das typische Nutzungsverhalten der Bundesbürger in Bezug auf die einzelnen Medien(gattungen).

Zusätzliche Materialien zu Teil 1 und 2 der „Zeitungsfacetten 2017“ können unter folgendem Link heruntergeladen werden: score-media.de/aktuelles/presse (unter Fotos & Begleitmaterialien) Teil 3 der umfangreichen Studie mit dem Schwerpunkt Werberezeption & -wirkung wird in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Quelle: Score-media.de, 18.09.2017

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Neuausrichtung der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft
Forschung, Mediaservice und Marketing-Dienstleistungen als künftige Kompetenzfelder

Aufgaben und Struktur der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft werden neu ausgerichtet. Das Tochterunternehmen des BDZV wird sein Aufgabenspektrum künftig verstärkt auf die Kompetenzfelder Forschung und Mediaservice konzentrieren. Das hat die BDZV-Delegiertenversammlung beim Zeitungskongress am 18. September 2017 in Stuttgart beschlossen. Die Bereiche Gattungsforschung, Media Monitor Basisreporting und Media-Service werden auch künftig von allen Verlagen gemeinschaftlich finanziert.

Vor dem Hintergrund der Marktentwicklung überarbeitet die ZMG damit ihre Angebotspalette und entwickelt sich vom Gattungsvermarkter zum Marketing-Dienstleister für Zeitungsunternehmen. „Wir begrüßen den Beschluss der BDZV-Delegiertenversammlung. Er ebnet den Weg, unser Leistungsportfolio noch stärker in Richtung der Vermarktergruppen und Verlage auszurichten und damit den veränderten Bedürfnissen der Verlage insbesondere auch im Hinblick auf die digitale Transformation Rechnung zu tragen“, so ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe.

Die Gesellschafterstruktur der ZMG bleibt erhalten. Der BDZV trifft als Gesellschafter weiterhin die Entscheidungen über Finanzierung und Grundsatzfragen der ZMG. Dem zukünftigen Beirat der ZMG gehören unter anderem Vertreter der Vermarkter Score Media und Media Impact an sowie Vertreter jener Verlage, die sich an kein Vermarktungsunternehmen gebunden haben.

Quelle: BDZV, 18.09.2017

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Google lagert Anzeigengeschäft aus

Nach der Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission lagert Google sein Geschäft mit Produktanzeigen in eine eigenständige Einheit aus. Sie solle mit Konkurrenten auf gleicher Basis um Anzeigenplätze wettbieten, teilte der Internet-Konzern am Mittwoch mit.

Die Brüsseler Kommission hatte wegen der Produkt-Anzeigen in Suchergebnissen im Juni eine Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager wirft dem Internet-Konzern unfairen Wettbewerb vor: Er habe seine dominierende Position zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern missbraucht. Google zog gegen die Kartellstrafe vor Gericht. Am heutigen Donnerstag läuft die Frist aus, bis zu der Google die Kritikpunkte der Kommission ausräumen musste.

«Wir geben den Shopping-Vergleichsdiensten die gleiche Möglichkeit, Produktanzeigen von Händlern auf Google-Suchseiten anzuzeigen wie Google Shopping», so der Internet-Konzern. Wettbewerber hatten im Vorfeld bereits kritisiert, dass sie um die Anzeigenplätze gegen Google bieten müssten, statt sie kostenlos zu bekommen. Aus Sicht von Google geht es in den Forderungen der Kommission aber grundsätzlich darum, dass alle Dienste gleich behandelt werden müssten. Die Google-Sparte solle wie ein separates Geschäft betrieben werden, teilte der Konzern mit. Laut "Bloomberg" sollen die Änderungen nur europäische Google-Seiten betreffen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager kündigte am Mittwoch an Google weiter zu beobachten. Alle vier Monate muss der Konzern einen Bericht zum Stand der Dinge vorlegen. Der erste werde Anfang des Jahres erwartet. Die Kommission kann die Erfüllung der Auflagen fünf Jahre lang überwachen. Um sicherzustellen, dass das vorgeschlagene System in Zukunft Google Shopping nicht wieder bevorzugt, hat die Kommission die externen Beratungsfirmen KPMG und Mavens mit der Überwachung beauftragt

Allerdings werden ein anderes Bedenken der Kommission durch die Lösungsvorschläge nicht direkt abgedeckt: Die Herabstufung von konkurrierenden Vergleichsseiten in den Suchergebnissen aufgrund bestimmter Kriterien in Googles Such-Algorithmus. Im Juni hatte die Kommission festgehalten, dass die am höchsten gelisteten Wettbewerber durchschnittlich erst auf der vierten Ergebnisseite auftauchten.

Ein von Google beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg eingereichter Antrag zur Aufhebung der Brüsseler Entscheidung ist weiterhin anhängig. Derartige Verfahren dauern mindestens anderthalb Jahre. Angesichts der Komplexität des Falls rechnen Experten aber eher mit zwei Jahren. Nach einer erstinstanzlichen Entscheidung wäre nochmals Revision vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) möglich.

Quelle: SZ, FAZ, Spiegel.de, 28.09.2017; horizont.net 27.09.2017; euractive.de, 28.09.2017

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II. Aus den Verlagen

Aus N24 wird Welt

Ab Januar 2018 wird der Nachrichtensender N24 seinen Namen ablegen und heißt ab dann Welt. Damit gibt es unter Welt in Print, Digital und TV ein europaweit einzigartiges journalistisches Angebot.

„Mit einer gemeinsamen starken Marke können wir unserem Publikum maximale Orientierung und Verlässlichkeit bieten, ganz egal wann und wo es sich informieren möchte. WELT ist damit die wohl konsequenteste Antwort auf das sich permanent verändernde Informationsverhalten. Als TV-Verantwortlichen freut mich besonders, dass wir nicht nur auf allen Kanälen exzellenten Journalismus bieten, sondern auch in der Live-Berichterstattung überzeugen und mit hochwertigen Dokumentationen begeistern,“ so N24-Geschäftsführer Dr. Torsten Rossmann.

Das Rebranding wurde bereits vor zwei Jahren mit dem Verkauf von N24 an Axel Springer angekündet. Damit gibt es ab Mitte Januar unter Welt in Print, Digital und TV ein europaweit einzigartiges journalistisches Angebot. Die Programmstruktur aus Nachrichten und Dokumentationen ergänzt durch Magazine und Talk bleibt dabei bestehen.

Quelle: zmg.de, 25.09.2017

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Verlagsgruppe Rhein Main investiert in Merkurist

Die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) investiert in das Journalismus-Startup Merkurist. Mit dem Investment baut die Verlagsgruppe ihre digitalen Aktivitäten und Reichweite weiter aus und unterstützt die Wachstumsstrategie von Merkurist.

Der Einstieg erfolgte über eine 50-prozentige Beteiligung an der Merkurist Rhein-Main GmbH, einer regionalen Tochtergesellschaft des Unternehmens. Außerdem erwarb das Medienunternehmen eine Minderheitsbeteiligung an der Merkurist GmbH, die das Lizenz- und Technologiegeschäft verantwortet. Zum Preis der Beteiligungen wollte sich die VRM nicht äußern.

Merkurist wurde 2014 gegründet und betreibt in den Städten Mainz, Darmstadt und Frankfurt am Main eine Plattform für hyperlokale Nachrichten. Dabei legt das Startup ein besonderes Augenmerk auf die Interessen der User. Registrierte Nutzer können ihrer jeweiligen Lokalredaktion in sogenannten "Snips" Themen vorschlagen. Wird der Snip von genügend anderen Nutzern mit einem "Oha" unterstützt, recherchiert die Redaktion zum Thema und schreibt einen Beitrag. 

Eigenen Angaben zufolge arbeitet Merkurist bereits am deutschlandweiten Roll-Out seines Geschäftsmodells. Dabei hofft das Startup auf die Unterstützung durch weitere regionale Tageszeitungsverlage

„Als Wegbereiter in der Entwicklung neuer publizistischer Konzepte und Content-Technologien ist Merkurist eine sehr interessante Investition für uns. Schon jetzt erreichen wir mit unseren digitalen Angeboten wie den Internetseiten unserer Zeitungen, den Rubrikenmärkten wie vrm-jobs.de oder unserer Fußball-Community FuPa.net Monat für Monat mehr als 1,5 Mio. Menschen. Durch die Beteiligung an Merkurist bauen wir unsere digitalen Aktivitäten und unsere Reichweite im Rhein-Main-Gebiet noch weiter aus“, so Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der VRM. 

Mit der Beteiligung am Journalismus-Startup treibt die VRM zum einen den operativen Ausbau von Merkurist.de in den Städten Mainz, Wiesbaden, Frankfurt am Main und Darmstadt voran und gleichzeitig dessen Wachstums- und Skalierungsstrategie.

Quelle: zmg.de, 11.09.2017; dnv 29.08.2017; merkurist.de 28.08.2017

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„Innovation Journey“ – neues Format von SZ Scala und Messe München

Zum Auftakt des diesjährigen Gründerfestivals Bits & Pretzels starten die Messe München und SZ Scala, die Agentur der Süddeutschen Zeitung, gemeinsam ein neues Wissens- und Erlebnisformat unter dem Titel „Innovation Journey“: Drei Tage lang, vom 24. bis 26. September 2017, begibt sich ein exklusiver Kreis von Führungskräften aus DAX-Unternehmen, Stiftungen und Mittelstand auf eine Reise zu Start-ups und Entwicklungslaboren in München. Sie erleben, wie und wo Ideen von morgen geboren werden.

Die Innovation Journey ist ein mobiler Think Tank auf Zeit, die komprimierte Ausgabe einer Innovationskonferenz, ein exklusiver Zirkel für Unternehmer und Macher, die gerne außerhalb von Konventionen denken. Vor allem aber will sie Impulse geben, die die Unternehmer in ihrem Geschäft direkt umsetzen können. Bei intensiven Vortrags- und Diskussionsrunden erklären Experten von ausgewählten Unternehmen und Institutionen - von der Gründermess "Bits & Pretzels" über Munich Re -THE LAB, BMW, SAP, eluminocity oder UnternehmerTUM, welche Chancen sich für etablierte Unternehmen aus der Zusammenarbeit mit Start-ups ergeben.

„Innovation Journey“ vereint die Kompetenz der Partner Messe München und SZ Scala: Die Messe München führt unterschiedliche Kompetenzen aus aller Welt zusammen, sie verbindet Menschen und Unternehmen. Die Experten und Moderatoren aus dem Netzwerk von SZ Scala ordnen die Informationen ein, geben Kontext und stellen die richtigen Fragen. So entstehen frische Denkanstöße neue Perspektiven für die Teilnehmer und eine dynamische Plattform, die zukunftsorientierten Lösungen Raum gibt. München ist wie kaum eine andere deutsche Stadt für eine „Tour d‘Innovation“ geeignet. Wirtschaftsexperten sprechen gerne von der „Münchner Mischung“: An der Isar arbeiten Unternehmen aller Größen und Branchenzugehörigkeit. Forschung, Technologie und Handwerk sind eng verzahnt. Gleichzeitig ist München mit sieben im Deutschen Aktienindex notierten Unternehmen Deutschlands DAX-Hauptstadt. Die „Innovation Journey“ rund um Start-ups ist Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die sich im kommenden Jahr rund um Messeveranstaltungen fortsetzen wird. Mehr Informationen unter

www.innovationjourney.net.

Quelle: SWMH, 22.09.2017

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